Chiropraktik oder „der heilende Ruck“
Viele Beschwerden werden durch Abnutzungserscheinungen und Veränderung der Statik (Gleichgewichtssystem) im Bewegungsapparat verursacht. Oft reichen schon kleinste Verschiebungen, im Bereich der Rückenwirbeln gegeneinander aus, um Störungen innerer Organe und Rückenschmerzen auszulösen. Die Beschwerden werden dabei durch irritierte, gedrückte oder verletzte Nerven verursacht.
Der Zweck der Chiropraktik ist es, diese Veränderungen manuell (von Hand) zu korrigieren und damit die Störungen der Nervenbahnen zu beheben.
Was ist Chiropraktik?
Infolge eines Unfalles, einer Prellung oder auch nur einer „falschen Bewegung“, oder beim Heben einer zu schweren Last, kann sehr leicht eine Verlagerung, Verschieben (Subluxation) der Wirbel und. eine Quet-schung der Bandscheiben erfolgen. Hierdurch werden gleichzeitig Nerven, die zwischen den Wirbelkörpern links und rechts der Wirbelsäule austreten eingeengt und u. U. geschädigt.
Diese Wirbelverschiebung, mag sie auch noch so geringfügig sein, kann über die austretenden Nerven Neuralgien, Schmerzen des Ischias (großer Beinnerv) Brachialgien (Schmerzen der Arme) etc auslösen. Da diese Nerven gleichzeitig auch innere Organe innervieren, können auf diesem Weg außerdem Störungen am Herzen, Magen, Schilddrüse usw. verursacht werden. Da hier nun Ursache und Wirkung nicht in ein und demselben Organ lokalisiert sind, denkt keiner (auch nicht der Orthopäde) daran, dass z. B. die Herzrhythmusstörungen des Patienten mit seiner Wirbelsäule zusammenhängen
Durch einen gezielten Eingriff, ohne viel Kraft – die richte Technik ist hier entscheidend, können die verschobenen Wirbel und Bandscheiben wieder in die richtige Position gebracht werden und oftmals hören die Beschwerden schlagartig auf.
Was ist Chiropraktik nicht?
Zum Beispiel ein Allheilmittel. Die Chiropraktik hat ihre Indikationen aber auch Kontraindikationen. D.h. dass es keine Manipulation ohne vorherige, genaue Untersuchung geben darf (Chirodiagnostik) um eine Indikation oder Kontraindikation abzuklären.
Was sollte sonst noch unbedingt beachtet werden?
vor jeder Manipulation muss eine Bearbeitung der Weichteile (Muskel, Sehnen, Bänder) erfolgen. Denn ein Eingriff in die harte, verspannte, kalte Muskulatur kann u. U. mehr schaden als Nutzen

Folgende Symptome können entsprechend dem Wirbelbereich auftreten:
Halswirbelbereich:
- 1. Halswirbel: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, psychische Beschwerden
- 2. Halswirbel: Sinusitis, Allergien, Augen- und Ohrenschmerzen
- 3. Halswirbel: Trigeminusneuralgie, Akne
- 4. Halswirbel: Schwerhörigkeit, Polypen
- 5. Halswirbel: Heiserkeit, Stimmbandentzündungen
- 6. Halswirbel: Schmerzen im Nacken und Oberarm (Schulter-Hals-Syndrom)
- 7. Halswirbel: Kropf, Tennisarm
Brustwirbelsäule
- 1. Brustwirbel: Husten, Atembeschwerden, Schmerzen in Unterarm und Händen
- 2. Brustwirbel: Herzbeschwerden
- 3. Brustwirbel: Asthma, Bronchitis
- 4. Brustwirbel: Gallenbeschwerden, Gürtelrose
- 5. Brustwirbel: Leberbeschwerden, Kreislaufstörungen
- 6. Brustwirbel: Magenbeschwerden, Sodbrennen
- 7. Brustwirbel: Magengeschwüre
- 8. Brustwirbel: Immunschwäche
- 9. Brustwirbel: Allergien
- 10. Brustwirbel: Nierenbeschwerden, Müdigkeit
- 11. Brustwirbel: Ekzeme, Akne
- 12. Brustwirbel: Rheumatische Beschwerden, Blähungen
Lendenwirbelsäule
- 1. Lendenwirbel: Verstopfung
- 2. Lendenwirbel: Krampfadern, Darmbeschwerden
- 3. Lendenwirbel: Menstruationsbeschwerden, Impotenz
- 4. Lendenwirbel: Ischias, Hexenschuss
- 5. Lendenwirbel: Schlechte Durchblutung der Beine, Wadenkrämpfe
Steissbein